Wer Wie Was

Der fremde Freiheitsschacht wurde am 1.Mai. 1910 in Bern/Schweiz gegründet.
Er pflegt den Brauch für Bauhandwerksgesellen nach der Lehrzeit auf Wanderschaft zu gehen und das Reisen unter den Bauhandwerkern zu fördern und zu verbreiten.
Jeder Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Schreiner, Steinmetz, Betonbauer, Fliesenleger und Steinsetzer der sich für drei Jahre und einen Tag verpflichtet seinen Heimatort bis auf 50 Kilometer zu meiden, keine Schulden, nicht vorbestraft, weder Kinder aber einen Gesellenbrief hat, sowie unverheiratet ist und Mitglied in einer Gewerkschaft, kann im fremden Freiheitsschacht reisen und somit aufgenommen werden.
Der Schacht ist in allen größeren Städten mit Herbergen (Buden) vertreten wie:
 
Flensburg, Hamburg, Marschacht, Bremen, Bielefeld, Berlin, Belzig, Dresden, Hannover, Hagen, Bonn, Goslar, Uslar, Weimar, Leipzig, Nussloch, Saarbrücken, Landshut, Nürnberg, Freiburg, Wiggensbach. In der Schweiz: Winterthur und Genf, sowie: Moss Vale, NSW Australien
 
Als Erkennungsmerkmal tragen die Fremden Freiheitsbrüder eine rote Ehrbarkeit (Schlips) als Zeichen der Zugehörigkeit.
Die »Kluft« ist die traditionelle Arbeitskleidung des Zimmermannes die während der ganzen Wanderschaft getragen wird. Wechselwäsche und Arbeitskleidung werden in einem Charlottenburger gewickelt: Ein quadratisches Tuch 80 mal 80 cm. Ein Stenz, der gedrehte Wanderstock, darf auch nicht fehlen.
 
Der fremde Freiheitsschacht zeichnet sich besonders durch seine liberale Haltung aus: »Leben und leben lassen«.
 
Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wird im Freiheitsschacht gelebt. »Wir alle seins Brüder, wir alle seins gleich.« ist die Maxime eines jeden Fremden Freiheitsbruders.